Klassische Einrichtungsstile: etwas Geschichte (Teil 2)

Klassizismus

Erscheinungsbild: XVII. Jahrhundert

Stilmerkmale: Zurückhaltung, Symmetrie, Festhalten an alten Kanons.

Beispiele: Französisches Pantheon in Paris, Marmorpalast in St. Petersburg, St. Paul’s Cathedral in London.

Klassische Einrichtungsstile: etwas Geschichte (Teil 2)

Überblick: Der Klassizismus veränderte die Stile des Mittelalters bis zum XVII. Jahrhundert. Die Architekten kehrten zur Symmetrie, Proportionalität und Harmonie der antiken Architektur zurück. Dies wirkte sich auch auf die Innenarchitektur aus.

Klassizistische Innenräume sind zurückhaltend, elegant, ruhig und den Gesetzen der Symmetrie unterworfen.

Die Möbel sind oft aus Holz – lakonisch, ohne einprägsames Dekor, sehr elegant, die Bedeutung jedes Raumes bestimmend. Wohnzimmergruppe – im Wohnzimmer, Bett – im Schlafzimmer, ein beeindruckender Tisch und Bücherregale – in der Bibliothek. Daher kann man die Räume im Stil des Klassizismus nicht als multifunktional bezeichnen – jeder Raum hat einen klaren Zweck.

Das Farbschema ist sehr zurückhaltend – in pastellbeige Tönen mit Einschlüssen von Braun, Grün und Burgund.

Barock

Klassische Einrichtungsstile: etwas Geschichte (Teil 2)

Erscheinungsbild: XVIII Jahrhundert.

Charakteristische Merkmale des Stils: dynamisch, dramatisch, leuchtende Farben, viel Dekor, Überladung, Ovale, viel Textil.

Beispiele: St. Petersdom im Vatikan, St. Isaaksdom in St. Petersburg, Katharinenpalast, Basilika in Ottoberena in Deutschland.

Beschreibung: „Neigung zu Exzessen“ – übersetzt aus dem italienischen Wort Barock. Ursprünglich war der Stil kirchlich, später schmückten Monarchen ihre Paläste, um Reichtum und Macht zu zeigen.

Wenn man sich lange mit der Möbelschnitzerei beschäftigt und den Stuck an den Wänden in Form von Pflanzenornamenten studiert, ist es barock. Die Fülle der feinen Verzierungen ist ein charakteristisches Stilmerkmal. Aufgrund dieser Menge an barocker Dekoration sieht es sehr dynamisch, sogar dramatisch aus, obwohl es die Symmetrie beibehält. Große Häuser oder Wohnungen mit hohen Decken sind dafür geeignet, nur in diesem Fall wirkt das Innere harmonisch. In einem kleinen barocken Raum „passt er einfach nicht“.

Im Gegensatz zum Klassizismus werden im Barock aktiv Stoffe verwendet: Vorhänge, Wandteppiche, bemalte Decken, alle Arten von Vorhängen, Fransen und Pinsel.

Die Farben werden meist hell verwendet, um den Eindruck von Theatralik aufrechtzuerhalten. Obwohl es barocke Innenräume und in Pastellfarben gibt.

Rokoko

Klassische Einrichtungsstile: etwas Geschichte (Teil 2)

Erscheinungsbild: in Frankreich im XVIII Jahrhundert.

Charakteristische Merkmale des Stils: Luftigkeit, Symmetrie, Pastelltöne, viel Dekor, Stuck und Schnitzerei, Liebe zur Natur.

Beispiele: Versailles, Chinesischer Palast in Oraniembaum (Lomonossow), Schloss Gatchina.

Beschreibung: Französisch für „dekorative Schale“. Es ähnelt dem Barockstil, aber das Rokoko ist leichter, raffinierter und romantischer, aber auch reich an Dekor.

Und im Gegensatz zu den oben genannten Stilen ist das Rokoko speziell für die zivile Architektur geschaffen – also für Wohnräume – Herrenhäuser, Paläste, Anwesen.

Das Rokoko verwendet Pastelltöne: Blau, Rosa, Perle, Pistazie, Weiß, meist in Kombination mit Gold. Die Dekoration von Wänden, Möbeln und Decke ist pflanzliches Ornament mit anmutigen Kurven, manchmal gibt es auch maritime Themen – all dies sind natürliche Motive, die das Rokoko zur Inspiration verwendet.